Wie wir uns selbst düpieren

Vor wenigen Tagen hat sich in Japan eine schreckliche Naturkatastrophe ereignet. Die Zahl der Todesopfer durch den Tsunami und das Erdbeben und allen Folgen, die daraus resultieren, werden weiter steigen. Eine Wirtschaftsmacht ist gerade im Ausnahmezustand. Wie ist es wohl, vor dem Nichts zu stehen, gerade noch so das Leben zu haben, während alles, was man je besaß, darunter vermutlich sogar Kinder oder Frau oder Mann, innerhalb weniger Minuten für immer passé ist?

Es muss schrecklich sein. Keine Weltreligion, kein Psychologe werden darauf eine befriedigende Antwort finden oder für den Moment ausreichend Trost spenden können. Ein ganzes Volk ist in tiefer Trauer und Sorge.
Wieso müssen wir das noch verschlimmern?

Hat sich einer dieser aus der Asche emporgeschossenen Atomkraft-Gegner jemals Gedanken dazu gemacht, wie es auf einen Japaner wohl wirkt, der gerade alles… ALLES! verloren hat, wenn wir hier in Deutschland Menschenketten gegen Atomkraft bilden und über die Sicherheit von AKWs und deren Abschaltung diskutieren?!

Eine Bitte an alle Atomkraft-Gegner (und Verfechter): Haltet bitte die Klappe für die nächsten Wochen und leistet euren Beitrag für Japan, wenn auch nur in einem kleinen Gebet, anstatt ein ganzes Land – in dem Fall Deutschland – zu blamieren.

Danke!

Benjamin Hartwich

Benjamin Hartwich, M.A. Medien- und Kommunikationswissenschaften. Privat betreut er mehrere Webprojekte, bloggt und podcastet. In seiner Freizeit gestaltet er seinen eigenen Webradiosender. Mit 14 Jahren hat er ein Schulradio in Augsburg aufgebaut. Neben dem Studium arbeitete er 6 Jahre beim Campusradio Campus Crew als Moderator, Technikleiter, Musikchef und Programmchef mit.

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