Social Media: Aus Angst alleine zu sein

Auf der Re:Publica 2015 sprach Zygmunt Bauman, Professor für Soziologie. Er vertritt die These, dass wir nicht mehr allein sein können und damit das Verständnis von Privatsphäre verloren geht. Wir geben sie bereitwillig auf, da uns das Smartphone mit seinen Kommunikationsmitteln das Gefühl der Einsamkeit, Abgeschottetheit zur Welt nimmt.

Wenn wir Privatsphäre haben möchten, müssen wir wieder lernen, uns zu Individuen zu entwickeln, die ihre Wünsche und Lebensvorstellungen bedenken können – ohne Gadgets, ohne Computer. Diese Art von Freiheit zu Wählen und zu Entscheiden führt aber auch u.a. dazu, dass Stellvertreter für Sicherheit, z.B. das Smartphone, gewählt werden. Früher waren das andere Dinge: Kirche.

Das Gefühl, alleine zu sein und nicht einer Gemeinschaft anzugehören, bewegt die Psyche scheinbar gleichermaßen wie das Gefühl, die freie Wahl zu haben und führt letztlich zu Stellvertretern, die Sicherheit geben – also Freiheit nehmen. Daher werden wir die Privatsphäre als Grundrecht in ihrer ursprünglichen Bedeutung wohl verlieren, oder?

 

Mutti sieht alles

Wie soll man sagen: Wenn die Familie das Internet entdeckt und was das für Folgen hat.

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Podcaster:

Benjamin Hartwich

Etwas geben:


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Organische Reichweite im Mediensektor?

Es ist nicht nett von Facebook: Wenn du eine Fanseite mit wenigen Fans hast, brauchst du entweder Spitzeninhalte oder Geld zur Bewerbung deiner Inhalte – so zumindest das Credo vieler Analysten. Ob dann die vielen Likes kommen, ist allerdings auch fraglich. In vielen Fällen ist das kaum tragbar, aber wenn ich an den Medienmacher in mir sowie an die Jobsituation da draußen denke, kann dieses neue Edge-Rank Prinzip Gold wert sein – auch für große Häuser. Wie?

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Back to StudiVZ

Facebook, WhatsApp, Threema – überall quengelt etwas, will die Daten, Aufmerksamkeit und die breite Masse. NEIN!

Ich bin nun wieder bei StudiVZ – gibt es da überhaupt eine App für? Bisher entdecke ich altbekanntes mit 2 oder 3 meiner Freunde, mit denen ich auch so normal in Kontakt bin und es ist super: Man kann sich wieder gruscheln, 10 Minuten nach der Funktion suchen, mit der es überhaupt erst möglich ist, zu chatten, alten StudiVZ-Gruppen beitreten… Das wunderbare ist die Zeit, die man sich spart. Es ist nicht viel los, was an der Masse der Leute liegt, die nicht (mehr) in StudiVZ ist, aber es liegt auch am Design.

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Rechte und Pflichten

Die Sache hat mich ja schon sehr an die Facebook-Zensur bei der PaWo erinnert: Ein Post von Jürgen Domian wurde von seiner Facebook-Fanseite entfernt. Mit großer Entrüstung hat er sich darüber beschwert und sogar Aufmerksamkeit von großen Zeitungen erhalten. Was war passiert?

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Liebe Grüße an die PaWo

Ich liebe das Kleinstadt-Flair von Passau und ich mag das Leben hier. Allerdings steht das manchmal im Gegensatz zu meinem Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften – zumindest, wenn ich die Medienlandschaft hier betrachte: Nicht ausgereift, stümperhaft und nicht selten jenseits von professioneller Ethik und manchmal auch im sehr dunklen Graubereich des Legalen. Aktuelles Beispiel dafür liefert das Passauer Wochenblatt.

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Werte zwischen 0 und 1

„I know it´s unfair, but I am feeling sick of online manifestos and ‘2020’-predictions. How about working, experimenting, testing, practicing?” (Wolfgang Blau, 27. Juli über TweetDeck)

Der Journalismus ist in der Krise und das schon seit Jahren. Der Brockhaus existiert noch, aber ist doch mehr zum Prestigeobjekt akademischer Bibliotheken geworden. Wo trifft sich unsere Jugend, in der Realität oder im Internet und wie viel sind richtige Freunde noch Wert? Was zählt mein eigenes Ich, wenn ich durch die meisten Internetanwendungen zum gläsernen Menschen werde und was passiert dann eigentlich mit meiner Freiheit? Das World Wide Web beschwört viele Konflikte herauf und bietet uns gleichzeitig unendliche Breite an Informationen aus fast jeder Weltregion.

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