Die Ressourcenprobleme (Scherz) greifen weiter um sich

Wir brauchen mehr Studierende!

Mit diesem neuen Schlachtruf könnten die Studiengänge Medien und Kommunikation an der Uni Passau werben. “Wir haben sogar ein neues Gebäude mit guter Klimatisierung” wäre wohl ein weiteres gutes Argument, bequem in ein Medienstudium an der Uni Passau zu starten.

ABER MOMENT MAL: War da nicht erst vor einem dreiviertel Jahr der große Aufschrei, dass Massen in die Lehrveranstaltungen und Übungen drücken, da zu wenig Personal, Raum und Fehlplanung (eben nicht) vorläge? Diese neue Angst vor überfüllten Lehrveranstaltungen (timor pleni cursus studiorum) führte nun offensichtlich dazu, dass manche Medienstudenten ihre gebuchten Kurse gar nicht mehr besuchen können bzw. möchten.

Jüngst war das an der Übung Comedy Camp (Praxismodul für Bachelor und Master) ersichtlich, zu dem weniger als 20% der Teilnehmer (2, maximale Kursgröße 24) erschienen, während alle anderen aus unerklärlichen Gründen scheinbar noch in anderen Lehrveranstaltungen einen Platz gefunden haben. Da das Comedy Camp von externen Dozenten aus der Medienbranche betreut wird, ist das natürlich besonders ärgerlich – finanziell, gegenüber den anderen Studierenden und dem Lehrstuhl im Allgemeinen. Das Comedy Camp wird nun vermutlich nicht stattfinden.

Achtung! Dieser Artikel könnte ungewollten Sarkasmus beinhalten.

  • Christopher Eichfelder

    Zugegeben: Das ist schon etwas arg polemisch. Probleme bestehen viel eher in anderen Modulen des Schwerpunktbereichs und im Profilbereich des Studiengangs. Das wurde zum Höhepunkt der Debatte auch so kommuniziert. Bei einem Blick in die Gesamtübersicht offenbart sich, wenn überhaupt, eine verkehrte Schwerpunktsetzung im Gesamtangebot. Denn insgesamt werden im Bachelor 8 Kurse für die medienpraktischen Modulteile angeboten, heißt es waren alle recht gut versorgt. Im Master mögen die Karten etwas anders liegen. Aber ich persönlich drehe niemandem einen Strick daraus, wenn er sich lieber ausführlich mit Medienrecht beschäftigt als mit Klamauk. Sich abzumelden sollte aber dennoch der Anspruch eines Passauer Studierenden sein – da sind wir auf einer Linie.