Radio kann mehr als Klopapier

Radio begeistert mich seit der 7. Klasse – weil ich seitdem selbst hinter dem Mikro stehe, die Fader ziehe, die Musik aussuche, mit Menschen rede etc. und doch finde ich es zum Kotzen.

Oh nein, nicht schon wieder so ein Formatradio ist doof Artikel. Formatradio ist super, was sollte es auch sonst anderes geben? Ein Radio ohne Format ist wie ein Schokokuchen, den man statt in den Backofen ins Kühlfach stellt: ein undefinierbarer Brei mit ein paar Schokostückchen. Der fehlende Mut, der nicht vorhandene kreative Idealismus, die (Nachkriegs-) Medienpolitik auf Landesebene und die Hörerbindung auf Grundschulniveau sind für mich die Hauptprobleme in der deutschen Radiolandschaft: nichts weiter als MusikAldis und InformationLidls – jede Woche ein neues Sonderangebot bis es auch der letzte gehört hat.

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Warum spricht niemand über (fehlendes) Vertrauen?

Keine Diskussion mehr über analog und digital, sondern über Stories, über neue Wege und um die Möglichkeiten für den Nachwuchs.

Ungefähr so würde Christian Jakubetz seine letzten Eindrücke über die deutsche Journalistenlandschaft im Kontext Print zusammenfassen. Er nennt Gründe, warum keiner der angehenden Journalisten in den Journalismus möchte. Auf der Seite des Publikums haben wir schon vor Jahren diese Unlust auf die klassischen journalistischen Angebote bemerkt: Die Digitalisierung ist schuld, neuerdings das böse Google (News) und ab und zu die öffentlich Rechtlichen mit ihren presseähnlichen Angeboten (tagesschau App).

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