Warum spricht niemand über (fehlendes) Vertrauen?

Keine Diskussion mehr über analog und digital, sondern über Stories, über neue Wege und um die Möglichkeiten für den Nachwuchs.

Ungefähr so würde Christian Jakubetz seine letzten Eindrücke über die deutsche Journalistenlandschaft im Kontext Print zusammenfassen. Er nennt Gründe, warum keiner der angehenden Journalisten in den Journalismus möchte. Auf der Seite des Publikums haben wir schon vor Jahren diese Unlust auf die klassischen journalistischen Angebote bemerkt: Die Digitalisierung ist schuld, neuerdings das böse Google (News) und ab und zu die öffentlich Rechtlichen mit ihren presseähnlichen Angeboten (tagesschau App).

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Der soziale Graph der Information

Personalisierung – eines des großen Schlagworte des Webzeitalters, von den Machern geprägt und angestrebt. Nicht zu verwechseln mit Individualisierung.

Wenn du heute im Netz nach guten Filmen suchst, bei Amazon shoppst oder in sozialen Netzwerken dein Unwesen treibst: überall versucht man dir die besten Treffer für deinen persönlichen Gusto zu liefern. Doch wie entdeckst du Neues? Wie erfährst du von Dingen, bei denen du gar nicht wusstest, dass sie dich hätten interessieren können? Die Personalisierung im Internet führt zu einem sozialen Graphen, der dann letzten Endes für unsere Informiertheit verantwortlich ist, so meine These.

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Liebe Grüße an die PaWo

Ich liebe das Kleinstadt-Flair von Passau und ich mag das Leben hier. Allerdings steht das manchmal im Gegensatz zu meinem Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften – zumindest, wenn ich die Medienlandschaft hier betrachte: Nicht ausgereift, stümperhaft und nicht selten jenseits von professioneller Ethik und manchmal auch im sehr dunklen Graubereich des Legalen. Aktuelles Beispiel dafür liefert das Passauer Wochenblatt.

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Lest Zeitung – Ja wie denn?!

Letzte Sommerferien habe ich an der Summer School, einem Praxiskurs Journalismus der Uni Passau, teilgenommen. Die meisten Dozenten dort kamen aus dem Journalismus und haben uns immer wieder eingeschärft: Lest Zeitung, z.B. die Süddeutsche!

Das neue Semester hatte bereits wieder begonnen, es war Mitte Oktober und auf dem Campus standen einsame Männer mit Sonnenschirm und kleinem Stand. Die Vertreter der Süddeutschen bereicherten das Treiben auf dem Mensavorplatz. Das war genau der richtige Moment dem Ratschlag der Journalisten aus der Summer School zu folgen – nicht nur immer kritisieren, nein auch mal gelesen haben.

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Radio wird zum Relikt

Radio wird das gleiche Problem haben wie die Zeitung: Es wird keinen Sinn mehr in der bisherigen Form machen. Bei der Zeitung ist es u.a. der Aspekt jeden Tag Tonnen von Papier durch´s Land zu “karren”, nur um Nachrichten zu bekommen, die im Internet zu tausenden kursieren. Beim Radio ist es ähnlich: Wozu durch die Luft trällern, wenn ich genauso gut mit einfachen Apps meinen eigenen Musikgeschmack zusammenstellen kann, während ich via Newsreeder Spiegel Online und Andere abonniert habe?

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