Radio kann mehr als Klopapier

Radio begeistert mich seit der 7. Klasse – weil ich seitdem selbst hinter dem Mikro stehe, die Fader ziehe, die Musik aussuche, mit Menschen rede etc. und doch finde ich es zum Kotzen.

Oh nein, nicht schon wieder so ein Formatradio ist doof Artikel. Formatradio ist super, was sollte es auch sonst anderes geben? Ein Radio ohne Format ist wie ein Schokokuchen, den man statt in den Backofen ins Kühlfach stellt: ein undefinierbarer Brei mit ein paar Schokostückchen. Der fehlende Mut, der nicht vorhandene kreative Idealismus, die (Nachkriegs-) Medienpolitik auf Landesebene und die Hörerbindung auf Grundschulniveau sind für mich die Hauptprobleme in der deutschen Radiolandschaft: nichts weiter als MusikAldis und InformationLidls – jede Woche ein neues Sonderangebot bis es auch der letzte gehört hat.

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Das Potential des Internets ist relativ

Es ist zwar selten dämlich mit einer schwungvoll-abgedroschenen Überschrift in einen Artikel zu starten, aber ich denke, die Wahrheit ist nicht so hipp wie Stefan Raab im Wok.

Seit das Internet bei jedermann angekommen ist, warten die vielen kleinen Künstler und Kreativen darauf, dass sich Dezentralität, geringe Publikationskosten und der Long Tail mit der großen Masse an Community-Geplagten Nutzern auszahlt. Meiner Meinung nach kann das gar nicht gehen, da das Potenzial im Netz relativ zu den Nutzern ist.

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Musik auf der eigenen Website

Viele werden sich schon gefragt haben: Wann muss ich eigentlich GEMA-Gebühr bei den Inhalten meiner Website zahlen? Ich wollte es genau wissen und habe vor ein paar Tagen bei der GEMA angefragt, ob Einbettungen (Soundcloud, YouTube etc.) auf der eigenen Seite gebührenpflichtig sind oder nicht. Folgende Antworten erhielt ich (nein, das stellt keine rechtsverbindliche Auskunft dar).

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Das Image ist verdudelt

Ich finde Radio spannend, denn ich bin selbst Bestandteil der Radioproduktion. Bisher zwar noch nicht im “professionellen” UKW-Bereich, aber bereits auf dem Weg dorthin. Seit drei Jahren bin ich aktiv beim Uniradio dabei und gestalte dort das Programm, ein Radioprogramm rein fürs Web. Unsere Hörer halten sich daher auch in Grenzen. Aber: Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, dass unsere geringen Hörerzahlen nur an der fehlenden UKW-Frequenz oder an der Tatsache, dass wir noch keine Profis sind, liegen. Meine These: Unser Zuhörerproblem liegt an den Vertretern der Branche, an den Radioprogrammen, die die breite Masse kennt. Denn genau dieses Bild von Radio hat sich in die Köpfe der Leute gebrannt und ist für junge Menschen, unsere Zielgruppe, nicht mehr attraktiv, sondern eher abschreckend.

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Radio wird zum Relikt

Radio wird das gleiche Problem haben wie die Zeitung: Es wird keinen Sinn mehr in der bisherigen Form machen. Bei der Zeitung ist es u.a. der Aspekt jeden Tag Tonnen von Papier durch´s Land zu “karren”, nur um Nachrichten zu bekommen, die im Internet zu tausenden kursieren. Beim Radio ist es ähnlich: Wozu durch die Luft trällern, wenn ich genauso gut mit einfachen Apps meinen eigenen Musikgeschmack zusammenstellen kann, während ich via Newsreeder Spiegel Online und Andere abonniert habe?

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Fireflies Cover

Ich bin sprachlos und sage nur: Genieß es und lache!