Werte zwischen 0 und 1

„I know it´s unfair, but I am feeling sick of online manifestos and ‘2020’-predictions. How about working, experimenting, testing, practicing?” (Wolfgang Blau, 27. Juli über TweetDeck)

Der Journalismus ist in der Krise und das schon seit Jahren. Der Brockhaus existiert noch, aber ist doch mehr zum Prestigeobjekt akademischer Bibliotheken geworden. Wo trifft sich unsere Jugend, in der Realität oder im Internet und wie viel sind richtige Freunde noch Wert? Was zählt mein eigenes Ich, wenn ich durch die meisten Internetanwendungen zum gläsernen Menschen werde und was passiert dann eigentlich mit meiner Freiheit? Das World Wide Web beschwört viele Konflikte herauf und bietet uns gleichzeitig unendliche Breite an Informationen aus fast jeder Weltregion.

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Alltagslernen in technisierten Welten

Früher war alles besser, denn man hatte Halt, Ordnung, feste Werte und vorgegebene Erwartungen von den Eltern vorgegeben – so ist zumindest nach wie vor das Wunschdenken einiger Eltern und Großeltern. In ihren Erzählungen von damals finden sich viele Lebensbeschreibungen, die sich trotz der harten Arbeit wie ein kleines Paradies anhören, das für alle Zeit passé ist. Für fast alles im alltäglichen Leben gab es eine feste Institution: Zum Beispiel sorgte die Familie für einen geschützten Raum, in dem man behütet Aufwachsen konnte, die Religion für das „himmlische Wohl“ und die Schule für die Bildung und den angehenden sozialen Status. Im Alltag gab es nicht viel zu wissen, denn die Manieren und Verhaltensweisen wurden von den eben genannten Personen und sozialen Einrichtungen vorgegeben und neben der Beachtung der Regeln im Straßenverkehr und der Mithilfe im Haushalt gab es – zumindest für Kinder, die in Städten gelebt haben – nicht viel zu wissen außer: „Pass in der Schule auf, damit aus dir etwas wird.“

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Kommunikation in Facebook

„Nimm mich mit!“ Vor nicht allzu langer Zeit meinte man damit einen Talisman, seine engsten Freunde oder ein Erinnerungsfoto für den Geldbeutel. Heutzutage bezieht sich dieser Aufruf auf das Handy bzw. Smartphone, den Laptop oder den iPod und das tolle an diesen Geräten ist, dass man alles mit dabei hat: Bilder, Videos, Musik und alle Freunde und Bekannte. Alle Freunde und Bekannte in einem kleinen Gerät mit dabei? Wie das möglich ist? Das Zauberwort heißt Web 2.0. Dieser Internettechnologie verdanken wir, dass wir nicht nur „Content“ lesen können, sondern sogar er-stellen können, wir machen das Web 2.0 erst möglich; es baut auf (Inter-)Aktivität auf.

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Kritik an der Wissensgesellschaft

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ – Sokrates

Dieser Satz stellt einen Umbruch für das Denken in der Antike und im entstehen-den Europa dar. Knapp 400 Jahre brauchte es, um vom „Mythos zum Logos“ zu gelangen. Während man bei Homer im 8. Jahrhundert vor Christus noch Götterglauben, Heldensagen und mythischen Zauber findet, vollzieht sich spätestens mit Sokrates eine Wende zu den Dingen auf der Erde, auf das Menschliche. Was kann ich mit meinem Verstand erfassen und was ist der wahre Kern hinter allem? Das sind die grundlegenden Fragen, die sich bei Platon wiederfinden, vor allem die Begriffe der Wahrheit und der Erkenntnis stehen hier im Vordergrund. Mit dem Höhlengleichnis liefert er uns eine Geschichte, die das Problem um Verstehen und Wahrheit karikiert.

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Parmenides – Leben und Werk

Was ich sehe, das ist und ist damit real. Unsere heutigen Naturwissenschaften sind auf Beweise angewiesen und diese werden hauptsächlich durch Beobachtungen und Experimente eingeholt.

Seit Aristoteles ist das für uns normal und wir fragen uns nicht, ob das, was wir sehen, denn wirklich so ist, wie es uns die Wissenschaften beschreiben. Vieles in unserer europäischen Kultur und in unserem Denken haben wir von den alten Griechen übernommen, nur manches ist aus Gewohnheit untergegangen oder in Vergessenheit geraten, weil es nur noch den Alltag für uns darstellt. Eine wesentliche Sache wären zum Beispiel die Erkenntnistheorien der Vorsokratiker, die die Naturwissenschaften von heute erst möglich machten.

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