Der soziale Graph der Information

Personalisierung – eines des großen Schlagworte des Webzeitalters, von den Machern geprägt und angestrebt. Nicht zu verwechseln mit Individualisierung.

Wenn du heute im Netz nach guten Filmen suchst, bei Amazon shoppst oder in sozialen Netzwerken dein Unwesen treibst: überall versucht man dir die besten Treffer für deinen persönlichen Gusto zu liefern. Doch wie entdeckst du Neues? Wie erfährst du von Dingen, bei denen du gar nicht wusstest, dass sie dich hätten interessieren können? Die Personalisierung im Internet führt zu einem sozialen Graphen, der dann letzten Endes für unsere Informiertheit verantwortlich ist, so meine These.

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Allzu zwischenmenschliches

Ich laufe fast jeden Tag über den Campus, durch Passau und sehe den Menschen, an denen ich vorbei gehe, in die Augen – meist mit einem Lächeln. Selten sehen sie wirklich zurück: in Gedanken, vollkommen abgeschottet. Doch manchmal gibt es diesen einen Moment, in dem ein schüchterner Blick zurückfällt, ganz im Sinne von “oh, eh, warum sieht er mich denn an und lächelt, findet er mich jetzt hübsch oder will er was von mir”.

Szenenwechsel: Disko, ein bisschen Alkohol, viele Menschen. Hier will jeder gesehen werden, hier lächeln alle, hier hat (fast) keiner ein Problem damit, einem Fremden in die Augen zu sehen, ja sogar mit ihm zu sprechen. Der Alkohol, die Situation, das Sau-Raus-Lassen. Doch auch hier ist die Angst allgegenwärtig, die Angst, zu viel Ich zu zeigen und wenn doch folgt am nächsten Tag der Satz: mit dem kann man ja nicht feiern.

Eine Reise mit der Angst – allzu zwischenmenschliches.

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Das Potential des Internets ist relativ

Es ist zwar selten dämlich mit einer schwungvoll-abgedroschenen Überschrift in einen Artikel zu starten, aber ich denke, die Wahrheit ist nicht so hipp wie Stefan Raab im Wok.

Seit das Internet bei jedermann angekommen ist, warten die vielen kleinen Künstler und Kreativen darauf, dass sich Dezentralität, geringe Publikationskosten und der Long Tail mit der großen Masse an Community-Geplagten Nutzern auszahlt. Meiner Meinung nach kann das gar nicht gehen, da das Potenzial im Netz relativ zu den Nutzern ist.

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Ein Hörbuch produzieren?
Hörbuch: Ödön von Horváth

Ein Hörbuch produzieren?

hoerbuch1“Wie kommt man auf Idee ein Hörbuch zu produzieren?” – Auf die gleiche Weise wie die Entscheidung zum Mittagessen. Klar, der Kontext ist hier ein anderer: Ich habe 9 Jahre Radioerfahrung, habe mir gute Aufnahmetechnik angeschafft und irgendwann fällt dann der Blick ins Bücherregal. So entstand die spontane Idee zum Hörbuch, da ich mich an den Film “Der Vorleser” erinnert fühlte. Ödön von Horváths “Jugend ohne Gott” kannte ich bereits aus der Schulzeit und es war seit da an neben Stephen Kings “Hearts in Atlantis” mein Lieblingsbuch. Es hat diesen Horváth-Charme, der sich zwischen Einfachheit in der Ausdrucksweise und Komplexität dessen, was eben nicht da steht, bewegt. Hinzu kommt, dass es um grundlegende menschliche Ideale geht: Wahrheit, Verantwortung, die richtige Entscheidung.

Es war trotz vieler Radioerfahrungen neu für mich, ein Hörbuch aufzunehmen. Grund genug die Hörreise durch Horváths Werk einmal zu skizzieren.

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